Persönlicher Status und Werkzeuge

Wer wir sind

Im Center for Power Generation (CPG) haben sich diejenigen Lehrstühle und Institute der Technischen Universität München zusammengefunden, deren Forschungsgebiete die Energiewandlung zur Krafterzeugung im weiteren Sinne umfassen. Neben effizienten und innovativen Kraftwerkstechnologien umfasst das Forschungsspektrum zukünftige Transport-, Speicher- und Regelsysteme für Elektrizität sowie neuartige als auch optimierte Techniken zur Reduktion von Luft- und Klimaschadstoffen bei der Energiewandlung.

Das CPG ist Teil der Forschungsinitiative TUM Energy, welche einen Forschungsteilbereich der interdisziplinären Munich School of Engineering (MSE) darstellt.

Durch die Bündelung und Vernetzung von Expertenwissen und Ressourcen aus den verschiedenen Teilbereichen der TUM, die sich mit Krafterzeugung beschäftigen, wird ein überfakultärer und effizienter Kooperationsrahmen geschaffen.

Darüber hinaus soll das CPG als Kompetenzzentrum ein Ansprechpartner für Interessenten und potentielle Partner sein und durch die gebündelte Struktur das Fachwissen nach außen transportieren und verbreiten helfen.

Forschungsausrichtung des CPG

'Power Generation' umfasst alle Methoden und Technologien zur Energiewandlung und -bereitstellung. Der Begriff fasst somit alle notwendigen Tätigkeiten von der Bereitstellung der Energieträger bis zur Steckdose zusammen. Des weiteren beinhaltet er alle Prozesse zur Kraftwerks- und Netzregelung sowie die Speicherung von Energie.

Im Rahmen der Forschungsaktivitäten des CPG werden alle diese Aspekte mit einem besonderen Fokus auf Technologientwicklung, Effizienzsteigerung und Flexibilisierung sowie Verringerung der Emissionen von biomasse-, kohle- und gasgefeuerten Kraftwerken abgedeckt. Die Partnerinstitute vereinigen dabei ihr Expertenwissen in kooperativen Forschungsprojekten. Parallel dazu wird der Wissenszuwachs zwischen den Partnern ausgetauscht, so dass die gemeinsame Wissensbasis gestärkt wird. 

Forschungsbedarf

Forschung auf dem Gebiet der Kraftwerkstechnik konzentrierte sich über Jahrzehnte auf die Effizienzsteigerung zur Reduktion der Produktionskosten. Auf Grund der Energiewende und dem rapide steigendem Energiebedarf in Entwicklungs- und Schwellenländern hat sich der Fokus zunehmend auf hochflexible, effiziente und fast emissionsfreie Kraftwerke gerichtet. Neue Technologien als solche lösen das Problem aber nur zum Teil. Hohe Investitionskosten bei Neubauten auf der einen und lange Abschreibungszeiträume bereits existierender Anlagen auf der Seite im Verbund mit der fragilen Entscheidungsgrundlage bedingt durch die sich in Deutschland schnell ändernden Rahmenbedingungen führen zu einer zaghaften bis ausbleibenden Investitionsbereitschaft von Seiten der Kraftwerksbetreiber. Aus diesem Grund kommt der Aufwertung vorhandener Anlagen mit Blick auf Flexibilität, Emissionen und Effizienz zunehmend eine entscheidende Rolle zu.  

Obwohl die Grundprinzipien der betrachteten Technologien seit über 100 Jahren wohlbekannt sind, wurde einer Reihe von vielversprechenden und bislang ungenutzen Optimisierungsparametern von den Kraftwerksbetreibern lange Zeit kaum Beachtung geschenkt, da der sich aus wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen ergebende Leidensdruck dies nicht nötig machte. Nichtdestotrotz beschäftigten sich zahlreiche Universitäten und Forschungsinstitute mit innovativen Lösungen, die den Kraftwerksbetreibern jetzt im geänderten politischen und wirtschaftlichen Umfeld zur Verfügung stehen.

Große Forschungsanstrengungen sind mehr denn je nötig, um eine stabile, umweltfreundliche und wirtschaftliche Energieversorgung in Zeiten schneller Veränderungen zu ermöglichen. Im Rahmen der Munich School of Engineering bietet das Center for Power Generation interessierten Partnern des öffentlichen und privaten Sektors Forschung an technologische Lösungen und Strategien für eine zielgerichteten Umgang mit den energietechnischen Herausforderungen der Gegenwart.

Head and coordinator

Das Center for Power Generation wird von Prof. Dr.-Ing. Hartmut Spliethoff geleitet. Prof. Spliethoff ist zudem Ordinarius des Lehrstuhls für Energiesysteme der Technischen Universität München an der Fakultät für Maschinenwesen. Der Lehrstuhl beschäftigt sich im Besonderen mit Effizienzsteigerung und der Reduktion von Emissionen in konventionellen Kraftwerken sowie der Entwicklung von neuen Kraftwerkstechnologien für Festbrennstoffe. In seiner Funktion als Leiter des CPG sieht sich Prof. Spliethoff als Initiator und Kontaktperson für innovative Projekte zwischen den Mitgliedern des CPG in enger Kooperation mit externen Partnern und öffentlichen Institutionen.